Unsere Ziegensittichbande

Hier möchten wir Euch unsere Ziegensittich Küken die ich von Hand aufgezogen habe vorstellen.Jedoch möchten wir ausdrücklich darauf hinweisen das dies NICHT AUS KOMMERZIELLEN GRÜNDEN geschehen ist, sondern aus der Not heraus, da die Kleinen sonst keine Chance gehabt hätten zu überleben.

Wir halten absolut nichts von Handaufzucht nur damit Sie zahm werden, den zahm werden Sie wenn man sich mit Ihnen beschäftigt auch so und das ohne Zwang und Stress. Es ist  in unseren Augen einfach nicht artgerecht und solche Tiere sind dann oft durch Unwissenheit fehl geprägt und verhaltensgestört, was für die Tiere alles andere als schön ist und enormen Stress bedeutet. Unsere Vögel sind von Haus aus alle zutraulich, da Sie oft in die Hand genommen werden und somit sehr schnell merken das man keine Angst haben muss. 

 

ICH MÖCHTE SIE HIER NOCHMALS BITTEN, ZIEHEN SIE KEINE KÜKEN EGAL WELCHER ART VON HAND AUF NUR UM SIE ZAHM ZU BEKOMMEN. ES GEHÖRT EINIGES AN GRUNDKENNTNISSEN DAZU UM DIE TIERE MÖGLICHST STRESSFREI UND GESUND AUFZUZIEHEN UND MANN MUSS AUCH MÖGLICHST BALD MIT DER VERGESELLSCHAFTUNG ANDERER ARTGENOSSEN BEGINNEN UM EINE FEHLPRÄGUNG ZU VERMEIDEN, DIE TIERE WERDEN ES IHNEN DANKEN!!!

Unsere Ziegensittichzucht begann 2015 und stellte uns vor eine großere Herausforderung. Mario mein Lebensgefährte brachte eines Tages ein junges Paar mit nach Hause, das waren Sunny und Pedro. Die Beiden lustigen und munteren Gesellen eroberten sofort mein Herz. Als Sie im zuchtfähigen Alter waren setzten wir Sie an zur Brut, jedoch war das Interesse gleich null. Nach mehreren Veruchen haben wir uns dazu entschlossen es zu lassen und Sie sollten einfach ihr Leben geniessen.

 

Ein Jahr später haben wir uns ein weitere Paar geholt was schon im zuchtfähigen Alter war. Wir liesen Sie erst mal ein paar Wochen ankommen und versuchten es dann nochmal. Sie waren extrem scheu und bei der kleinsten Veränderung sofort in Panik, jedoch wieder erwarten war nach etwa zwei Wochen das erste Ei da.Sie legte 7 Eier und alles verlief bis dato total normal. Als es dann soweit war, das das erste Küken schlüpfte, verließ Sie aus welchen Gründen auch immer den Brutkasten und ließ das Küken allein. Ich versuchte es mit Hand aufzuziehen was mir 6 Tage gelang, aber am siebten Tag starb es dann. Ich war total am Boden zerstört, denn der Kleine war mir doch schon sehr ans Herz gewachsen und konnte es nicht fassen.

Jedoch gaben wir nicht auf und versuchten es nochmal, vielleicht war die Henne einfach mit der ersten Brut total überfordert. Es dauerte auch gar nicht lange und Sie legte erneut. Dieses mal war natürlich die Angst groß das es wieder schief geht. Sie legte wieder 7 Eier und dieses mal schlüpften vier Küken, die Sie ohne Probleme annahm und auch fütterte, was eine große Erleichterung für uns war.. Sie wuchsen und gediehen prächtig bis zur dritten Woche. Da fiel uns auf das Sie anfingen die Kleinen zu rupfen. Wir beobachteten das Ganze ein paar Tage, jedoch wurde es immer schlimmer und Sie waren auf dem Rücken schon nackt. Wir nahmen sie raus um das Ganze zu begutachten und sahen schon kleine blutige Stellen, auch waren Sie nicht gefüttert und schrien vor lauter Hunger. Ich konnte mir das Ganze nicht mehr mit ansehen und so beschloss ich die Kleinen von Hand aufzuziehen. Da ich schon zwei Welli Küken mit knapp drei Wochen und eins war sogar noch blind und erst 10 Tage alt aufgezogen habe und Sie alle putzmunter und gesund sind dachte Ich das es soviel anders bei Ziegenbabys auch nicht sein kann. Handaufzuchtfutter und was man sonst noch so benötigt ist immer alles vorsorglich im Haus und so legte ich los. 

Die vier Zwerge als ich mich entschloss Sie von Hand aufzuziehen, Sie sahen echt schlimm aus

JACK

CHARLY

LOTTA

AMY


Der Anfang war nicht ganz leicht und stellte mich vor eine große Herausforderung. Mario baute mir eine große Kiste die oben zur Hälfte geschlossen und die andere Hälfte mit Draht versehen war damit wir Sie mittels eines Dunkelstrahler warm gehalten werden konnte. Der Strahler musste so angebracht werden das eine konstante Wärme von 35-37 Grad herrschte und 24 Stunden täglich in Betrieb sein damit Sie sich wohl fühlten und auch nicht auskühlten.  Des weitern wurden Sie am Anfang auch nachts mit speziellem Handaufzuchtfutter und einer Einwegspritze alle drei Stunden gefüttert und jedesmal gewogen, sowie schriftlich festgehalten damit ich kontrollieren konnte ob Sie auch zunahmen. Durch den wenigen Schlaf kam ich manchmal etwas an meine Grenzen, aber nach einer Woche kamen Sie nachts zum Glück 7 Stunden ohne Futter aus und es wurde leichter. Sie nahmen täglich zu, entwickelten sich prächtig und hatten auch einen ordentlichen Appetit. Man konnte Ihnen zusehen wie Sie immer größer wurden und auch die Federn wieder sprießten. 

JACK

CHARLY

LOTTA

AMY


Unser ganzer Tagesablauf richtete sich nur noch nach den Zwergen. Besuche bei Verwandten, Freunden usw. wurden abgesagt, da Sie tagsüber immer noch alle 4 Stunden ihr Futter brauchten. Selbst wenn wir einkaufen gingen mussten immer zuerst die Kleinen gefüttert werden und dann konnten wir erst los. So anstrengend es manchmal auch war so toll war es aber auch mit anzusehen wie prächtig Sie sich entwickelten und auch immer beweglicher wurden. Am Anfang hatten wir etwas Angst das die Federn auf dem Rücken erst später wachsen wenn Sie in die erste Jungmauser kommen, aber die Befürchtungen waren umsonst, denn Sie fingen an zu sprießen. 

JACK

CHARLY

LOTTA

AMY


Mit der Zeit wurde es etwas leichter und man konnte die Fütterungszeiten auf 5-6 Stunden ausweiten. Sie fingen langsam an die ersten Körner zu picken und stellten auch fest das Gemüse und Obst ganz lecker schmeckt. Auch bekamen sie einen kleinen selbstgebauten Käfig der an die Seitenwand der Box angeschlossen wurden. Dieser war mit Kletterstangen, Spielzeug und Schaukeln ausgestattet, damit Sie ihre Muskulatur und ihr Gleichgewicht trainieren konnten. Auch war ein großes Badehaus mit drin und schnell entdeckten Sie das Wasser für sich. Sie badeten mehrmals täglich mit riesigem Spaß, so das Sie selber und inklusive des Käfigs alles platschnass war :)) Durch die Handaufzucht wurden Sie natürlich auch sehr zahm und das herum klettern auf uns bereitete ihnen sehr viel Freude und brachte auch Abwechslung.


Um Sie möglichst bald mit Artgenossen zu vergesellschaften, holten wir uns einen Ziegensittich mit 4 Monaten dazu. Er zeigte den Kleinen ganz schnell was man als Ziegensittich alles wissen muss, wie man frisst, klettert und vor allem Blödsinn macht :)) Blue, so nannten wir Ihn weil er Blau ist, war eine absolute Bereicherung für uns, da er mit seiner unkomplizierten Art schnell der beste Freund und Kumpel wurde. Mit etwa sieben Wochen begannen wir auch Sie an unsere Wellensittiche zu gewöhnen, den schließlich sollten Sie ja mal alle unter einem Dach leben. Zuerst nur für eine halbe Stunde bis Stunde im Freiflug, dann immer etwas länger und am Schluss gemeinsam in der Voliere. Das klappte hervorragend und Sie leben heute alle gemeinsam in Harmonie zusammen.

JACK

CHARLY

LOTTA

AMY


Die zweite Brut der Eltern

Um herauszufinden ob es eine einmalige Sache war das die beiden Eltern ihre Küken gerupft haben, oder ob Sie es immer wieder machen, gingen Sie noch mal in die Brut.

Am Anfang wieder alles bestens, es verlief ohne Probleme und es schlüpften wieder vier Küken. Diese wurden hingebungsvoll versorgt und behütet und es schien perfekt.

Doch leider fing das Ganze von vorne an. Wieder fingen Sie an die Kleinen mit etwa drei Wochen zu rupfen und nicht mehr ordentlich zu füttern. Das schlimmste was passieren konnte ist eingetreten und ich musste auch diese vier Zwerge von Hand aufziehen. Es war zwar noch nicht ganz so schlimm wie beim ersten mal, aber soweit wie bei ihren vier Geschwistern wollten wir es diesmal gar nicht erst kommen lassen. Die Gefahr das es wieder passiert war zwar von vorn herein klar, aber man hoffte halt das es nicht mehr passiert und diesmal alles glatt läuft. Das Paar wurde komplett aus der Zucht genommen, da nun eindeutig klar ist das Sie es immer und wieder machen und somit hat sich das brüten für die Beiden erledigt.

Die vier weiteren Zwerge

JONNY

JIMMY

RONJA

ZWERGIE


Dieses mal gestaltete sich das Ganze etwas leichter, da ich nun wusste was auf mich zu kam. Sie waren auch wesentlich ruhiger und entspannter als ihre ersten vier Geschwister. Ich denke das kam daher, weil Sie noch nicht soviel Schmerzen durch das rupfen der Eltern erleiden mussten, da wir Sie früher heraus genommen hatten. Dennoch war es wieder eine sehr nervenaufreibende Zeit die mir einiges abverlangte. Das Einzig gute an der Sache war und ist das ich durch eine Op arbeitsunfähig bin und somit die nötige Zeit und Energie aufbrachte. Auch die vier Zwerge entwickelten sich prächtig, man konnte förmlich zusehen und Sie futterten noch mehr als die Ersten.

JONNY

JIMMY

RONJA

ZWERGIE


Es war erstaunlich das die Vier vom Charakter her komplett anders waren. Während ihre größeren Geschwister die totalen Draufgänger sind und immer ihren Kopf durchsetzen wollen, sind die vier Kleineren wesentlich pflegeleichter und gelassener. Sie sind lange nicht so betreuungsintensiv wie die Großen und auch im Umgang mit uns viel liebevoller....LACH 

So anstrengend die Zeit auch war, so sehr habe ich Sie aber auch genossen. Es waren durchaus zeit intensive und auch anstrengende, aber auch sehr schöne Wochen. Zu sehen was für ausgeglichene, muntere und gesunde Küken herangewachsen sind, macht einen glücklich und stolz zugleich.

JONNY

JIMMY

RONJA

ZWERGIE


Die acht Geschwister sind mittlerweile zu einer total harmonischen Einheit zusammen gewachsen und haben unser Leben und unseren Alltag komplett auf den Kopf gestellt. Sie sind zu richtig lustigen und tollen Ziegensittichen herangewachsen mit allen Eigenheiten und normalem Verhalten was zu einer Ziege gehört. Sie lieben ihre Menschen und halten sich auch gerne bei Ihnen auf, aber lieben Sie es auch untereinander und einfach nur Vogel zu sein. Sie sind weder fehl geprägt noch sonst irgendwie auffällig und das war auch unser Ziel. Besucher egal wer kommt werden untersucht und begutachtet, die Wohnungseinrichtung wurden zum Eigentum der Ziegen erklärt und nichts aber auch wirklich nichts ist vor Ihnen sicher. Es gibt so manches mal Situationen wo Sie wieder was kaputt machen was Sie nicht sollen und ich ihnen den Schnabel am liebsten zubinden möchte, aber dennoch möchten wir diese lustigen und freundlichen Gesellen nicht missen und können uns ein Leben ohne unseren Chaotentrupp nicht mehr vorstellen :))

Darf ich mich vorstellen..... bin Sheila ein kleiner süßer Mischling, ich gehöre ebenfalls zur Wellifamilie und bin der große Beschützer der kleinen Küken ;)